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Luftaufnahme einer Bucht auf Mallorca mit ankernden Segelbooten, Küstenorten und Bergen im warmen Abendlicht.

Mallorca im September – wenn die Insel durchatmet Mallorca im September – wenn die Insel durchatmet

Der Trubel des Sommers weicht, das Meer bleibt badewannenwarm und die Strände werden wieder leerer. Warum Mallorca im September für viele als beste Reisezeit Mallorcas gilt und was die Insel jetzt zu bieten hat, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wie warm ist das Meer auf Mallorca im September?

    Die Wassertemperatur Mallorcas im September liegt bei angenehmen 24 bis 25 Grad, das Mittelmeer hat also noch seine sommerliche Badewärme gespeichert. Damit gehört der September zu den besten Monaten für einen Badeurlaub auf der Insel, denn während sich die Luft schon etwas abkühlt, hält sich das Wasser hartnäckig warm.
  • Ist Mallorca im September günstiger als im August?

    Ja, mit dem Ende der spanischen Sommerferien Ende August sinken sowohl Flug- als auch Unterkunftspreise spürbar. Die Insel wechselt von der Hochsaison in die Nebensaison, ohne dass man auf warmes Wetter oder geöffnete Restaurants verzichten müsste.
  • Welche Feste finden im September auf Mallorca statt?

    Der September ist Erntemonat und damit auch Festmonat. Highlights sind das Weinfest Binissalem, dessen genaue Termine jedes Jahr leicht variieren, mit seiner berühmten Traubenschlacht sowie der Beginn der Llampuga Saison Mallorca, die in vielen Küstenorten mit kulinarischen Festen gefeiert wird.
  • Was ist die Gota Fría?

    Die Gota Fría, übersetzt „der kalte Tropfen“, ist ein Wetterphänomen, das ab Mitte September für kräftige Schauer und Gewitter sorgen kann, wenn die warme Meeresluft auf die inzwischen kühlere Herbstluft trifft.

Weniger Touristen, mehr Insel – was den Mallorca-Urlaub im September so einzigartig macht

Wenn im August noch halb Europa am Ballermann Schlange steht, atmet Mallorca im September spürbar durch. Mit jedem Tag wird die Insel ein Stück ruhiger und trotzdem sorgt die Sonne noch für eine angenehme Wärme. Genau diese Mischung macht den Monat für viele zur heimlichen Lieblingszeit. Wenn Sie sich für eine Reise im Spätsommer entscheiden, können Sie sich auf einige Pluspunkte freuen, die die Insel dann zu bieten hat:

  • Leerere Strände: An den schönsten Stränden Mallorcas findet sich plötzlich wieder ein Fleckchen ganz für sich allein.
  • Ruhigere Buchten: Auch beim Schnorcheln teilt man sich die schönsten Ecken nicht mehr mit halb Europa.
  • Günstigere Preise: Mit dem Ende der Hauptsaison sinken Flug- und Hotelpreise spürbar, ohne dass man dabei auf Sommerwetter verzichten müsste.
  • Erntestimmung auf der ganzen Insel: Die Weinlese beginnt, die ersten Oliven werden geerntet und in den Salinen im Süden wird das kostbare Flor de Sal aus dem Meer geholt.

Wer online nach Urlaubserfahrungen für Mallorca im September sucht, liest deshalb auffällig oft von genau dieser Mischung aus Ruhe, Ernte und Restsommer, die viele Wiederholungsurlauber gerne die samtene Saison Mallorcas nennen. Bleiben Sie dran, ich zeige Ihnen heute alles, was der September auf Mallorca zu bieten hat.

Das Wetter Mallorca im September – angenehme Temperaturen und viele Sonnenstunden

Morgens noch ein Kaffee auf der Terrasse ohne Jacke, abends dann doch der Griff zum leichten Pullover, so wechselhaft fühlt sich der September auf Mallorca an, allerdings auf die angenehmste Art.

Tagsüber pendelt sich das Thermometer bei 8 bis 9 Sonnenstunden meist zwischen 25 und 28 Grad ein, mit jeder Woche, die vergeht, ein kleines Stück niedriger. Nachts wird es mit 16 bis 20 Grad spürbar kühler als im August, was vor allem denjenigen entgegenkommt, die im Hochsommer nachts kaum ein Auge zubekommen haben.

Auch die drückende Schwüle verschwindet zusehends, was das ganze Inselgefühl leichter macht, fast so, als würde Mallorca selbst noch mal durchatmen. Gute Nachricht für alle, die nicht nur gern Zeit an der Luft verbringen: Auch die Wassertemperatur ist im September auf Mallorca total angenehm.

Zwei Rennradfahrer fahren auf einer kurvigen Bergstraße durch die felsige Hügellandschaft Mallorcas.
Im September finden Sie perfekte Bedingungen für Radtouren durch Landschaften, die noch sommerlich blühen und schon erste Herbsttupfer zeigen. © Adobe Stock, Antanukas

Aktiv oder entspannt? – Was Sie im September auf Mallorca machen können

Wer im Hochsommer zu erschöpft von der Hitze war, um lange Radtouren oder Wanderungen zu unternehmen, findet im September endlich die perfekten Bedingungen dafür. Die Radtouren auf Mallorca führen jetzt durch Landschaften, die noch sommerlich blühen und in denen Sie trotzdem schon die ersten Herbsttupfer erkennen können.

In den Bergen der Serra de Tramuntana finden Sie ideale Bedingungen zum Wandern und das ganz ohne Mittagshitze im Nacken. Und weil das Meer noch immer angenehm warm ist, lohnt sich auch ein Ausflug zum Schnorcheln an einer der versteckteren Buchten, fernab der Strandliegen-Reihen des Sommers.

Wer es lieber ruhiger mag, kommt genauso auf seine Kosten. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Mallorcas lassen sich ohne lange Warteschlangen erkunden, ob die Kathedrale von Palma, der Königspalast oder die kleinen Bergdörfer der Tramuntana.

Was hat es mit der Gota Fría auf sich?

Man sitzt vielleicht gerade beim Sundowner am Hafen, der Himmel ist noch strahlend blau, und eine Stunde später türmen sich am Horizont plötzlich pechschwarze Wolken auf, als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Die Mallorquiner nennen dieses Phänomen Gota Fría, den kalten Tropfen. Dahinter steckt ein simples, aber spannendes Naturschauspiel: Die Herbstluft wird bereits kühler, während das Mittelmeer noch die sommerliche Wärme gespeichert hat. Das warme Wasser verdunstet, steigt auf wie Dampf aus einem Kochtopf und baut in großer Höhe gewaltige Wolkentürme auf, bis sich die Spannung schließlich in Starkregen, Donner oder auch Hagel entlädt.

Zwei Menschen treten mit bloßen Füßen grüne Trauben in einem hölzernen Bottich.
Beim Festa des Vermar in Binissalem gehört das barfüßige Traubentreten vor der Kirche zu den traditionellen Höhepunkten der Weinlese. © Adobe Stock, Tolo

Feiern wie die Mallorquiner – die schönsten Feste im September

Der September ist auf Mallorca traditionell Erntemonat, und wo geerntet wird, wird auf der Insel auch gefeiert. Wer im September zu Besuch ist, bekommt die Chance, das echte, das ursprüngliche Mallorca zu erleben, jenseits der Strandpromenaden.

Festes des Vermar in Binissalem – wenn kistenweise Trauben durch die Luft fliegen

Wenn in Binissalem die Trauben geerntet sind, fängt der Spaß erst richtig an, denn dann feiert das beschauliche Dorf fast zwei Wochen lang die Weinfest Binissalem Termine, und zwar mit einer Ernsthaftigkeit, die man von einem Weinfest kaum erwarten würde. Vorsicht also, wer hier in heller Kleidung aufkreuzt, spätestens bei der Traubenschlacht ist es damit vorbei:

  • 3./14. September: Goletart, kostenlose Kunstinstallationen, Livemusik und Zirkus auf den Straßen
  • 21. September: die berühmte Traubenschlacht, halb Binissalem saut sich mit reifen Trauben ein, danach gibt’s ein Nudelessen auf dem Kirchplatz
  • 22. September: Traubentreten vor der Kirche, barfuß und mit hochgekrempelten Hosenbeinen
  • 27. September: Correfoc, ein nächtlicher Feuerlauf mit funkensprühenden Teufelsfiguren
  • 28./29. September: großes Weinfest im Parc de la Rectoria mit Verkostung, Dudelsackmusik und Tanz

Festes del Rei en Jaume in Santa Ponsa – ein König kehrt zurück

Vom 27. August bis 7. September wird Santa Ponsa für ein paar Tage zur Kulisse des Mittelalters. Genau dort, wo König Jaume I. 1229 mit seiner Flotte landete, ziehen nachgebaute Schiffe an den Strand, Kostüme, Musik und jede Menge Trubel inklusive.

Blick über die Dächer der Stadt Felanitx auf Mallorca mit der Kirche Sant Miquel und Hügeln im Hintergrund.
In Felanitx wird im September gleich zweimal gefeiert; beide Feste enden traditionell mit einem funkensprühenden Correfoc durch die dunklen Gassen. © Adobe Stock, vulcanus

Festes de Sant Nicolau de Tolentí und Fira de Sant Miquel in Felanitx – Handwerk und Feuerlauf

Vom 3. bis 20. September und dann nochmal am 21. und 22. September wird in Felanitx gleich zweimal gefeiert. Auf beiden Festen dreht sich viel um lokale Handwerkskunst. Den Abschluss bildet jeweils ein Correfoc, bei dem funkensprühende Teufelsfiguren durch die dunklen Gassen ziehen.

Fira Nocturn Artesà del Meló in Vilafranca de Bonany – ein Dorf feiert seine Melonen

Am 6. September dreht sich in Vilafranca de Bonany für einen Abend alles um die Frucht, für die der Ort weit über die Inselgrenzen hinaus bekannt ist. Zwischen Handwerksständen und Livemusik wird die Melonenernte gebührend gefeiert.

Fira Sa Pobla Coenta in Sa Pobla – scharfe Küche mit Wettessen

Am 13. September steht Sa Pobla ganz im Zeichen von Chili und Schärfe. Neben Ständen mit typischer Pobler Küche sorgt vor allem die Chili-Schoten-Wettessen-Meisterschaft für Gänsehaut, Tränen und jede Menge Gelächter am Rand.

Ein Fischhändler filetiert frischen Fisch auf einem blauen Schneidebrett auf einem Fischmarkt.
Ab Ende August landet die frisch gefangene Llampuga auf Mallorcas Märkten – am besten direkt an der Lonja oder auf dem Wochenmarkt erhältlich. © Adobe Stock, Oliver Breda

Llampuga-Saison – die Goldmakrele hat ihren großen Auftritt

Sobald die ersten Herbstgewitter über der Insel aufziehen, wird das Meer vor Mallorcas Küsten plötzlich lebendig, dann startet die Saison der Llampuga, der Goldmakrele. Kein Zufall übrigens, dass der Name vom mallorquinischen Wort für Blitz stammt: Die schnellen, glänzenden Fische tauchen mit Vorliebe genau dann auf, wenn der Himmel zu grollen beginnt. Traditionell werden sie mit kleinen Netzen rund um die Fischerboote gefangen, meist ab Ende August, und die Saison zieht sich dann bis zum 31. Dezember durch die Häfen der Insel.

Wer das Glück hat, während der Fangzeit da zu sein, sollte unbedingt zugreifen, denn frischer bekommt man Llampuga kaum. Am besten schaut man direkt an der Lonja, der Fischauktionshalle, oder auf dem Wochenmarkt vorbei. In Küstenorten wie Cala Rajada oder Portocolom landet der Fang oft noch am selben Vormittag im Verkaufsstand. Auch viele Restaurants entlang der Küste setzen ihn dann groß auf die Karte, ob gegrillt, als Fideuà oder ganz schlicht mit Paprika und Olivenöl, ein Teller Llampuga schmeckt in dieser Zeit fast nach Herbstbeginn selbst.

Salzernte in Es Trenc – Mallorcas weißes Gold

Im Süden der Insel, nahe der Salinen von Es Trenc, erreicht die Salzernte Es Trenc Mallorca im September ihren Höhepunkt. Nach einem ganzen Sommer voller Sonne und Verdunstung hat sich in den flachen Becken eine dicke Salzkruste gebildet, die nun von Hand abgetragen wird. Was hier passiert, ist im Grunde reine Physik, wirkt aber wie fast unnatürlich:

  • Über einen elf Kilometer langen Kanal fließt Meerwasser vom Strand in mehr als 600 Becken
  • Unterwegs steigt der Salzgehalt von 35 Gramm pro Liter auf satte 300 Gramm pro Liter
  • Sonne und Wind übernehmen die restliche Arbeit, bis reine Salzkristalle an der Oberfläche zurückbleiben
  • Die heutige Anlage besteht seit 1955, liegt auf 156 Hektar und gehört zum Naturpark Salobrar de Campos

Ein Spaziergang wie auf dem Mond

Bei einer Führung entlang der Becken fühlt man sich schnell wie auf einem fremden Planeten, die Salzberge blenden förmlich in der Sonne, weshalb Kopfbedeckung und Sonnenbrille Pflicht sind. Wer genau hinschaut, entdeckt in manchen Becken einen zarten Rosaton, verursacht durch winzige Halophile, kleine Salzliebhaber, die auch den Flamingos ihre Farbe verleihen, die hier ebenfalls zuhause sind.

Mallorca und ein September, der bleibt

Der September auf Mallorca ist ein Monat der leisen Übergänge. Der Sommer verabschiedet sich nicht abrupt, sondern lässt sich Zeit, während die Insel Stück für Stück ihre Ruhe zurückgewinnt. Es sind die goldenen Nachmittage am fast leeren Strand, das erste kühle Glas Wein bei einem Weinfest in Binissalem oder der Teller frisch gegrillter Llampuga am Hafen, die diesen Monat so einzigartig machen.

Wer diese samtene Saison auf Mallorca verbringen möchte, findet im Barefoot Hotel Mallorca in Portocolom den perfekten Ausgangspunkt. Nach einem Tag voller Weinverkostungen, Wandertouren oder entspannter Strandmomente lässt es sich hier im Wellnessbereich herrlich ausklingen, während man bei einem Glas mallorquinischem Wein den Sonnenuntergang über der Bucht genießt.

Wer den charmanten kleinen Fischerort noch besser kennenlernen möchte, findet in unserem Geheimtipp zu Portocolom weitere Inspiration für die schönsten Ecken abseits der Touristenpfade.

Terrasse mit Ausblick auf das Meer, Holzmöbel und mediterrane Landschaft im Barefoot Hotel Mallorca.

Barefoot Hotel Mallorca

Moderne Lobby mit geschwungener Treppe, stilvollen Sesseln und elegantem Dekor im Elephant Hotel Weimar.

Hotel Elephant Weimar

Leseecke mit Ledersessel, umgeben von Pflanzen und Bücherregalen im Hotel Kaiserhof Heringsdorf.

Hotel Kaiserhof Heringsdorf

Sonniger Balkon mit Rattanmöbeln im Koopmanns Hotel und Lädchen auf Rügen mit Ausblick auf die Umgebung.

Koopmanns Hotel und Lädchen

Sonnige Terrasse des Künstlerquartiers Seezeichen in Ahrenshoop mit Sitzgelegenheiten und grüner Umgebung.

Künstlerquartier Seezeichen

Moderne Sitzecke im Vju Hotel Rügen mit hellem Sessel, Holzbeistelltisch und großer Fensterfront.

Vju Hotel Rügen

Moderne Terrasse des Wyn Strandhotels Sylt mit weißen Sitzpolstern und Blick auf das Meer und Dünen.

Wyn. Strandhotel Sylt